Spuren

Die zeitlich entferntesten Spuren, die Menschen erzeugten, stammen aus der Steinzeit. Sie stellen dar, was unsere Vorfahren beschäftigt hat, wilde oder gesellige Tiere, Menschen und ihnen dienliche Gegenstände, wesentliche Handlungen. Das Dargestellte wird zu einer verbleibenden Begebenheit, die von Betrachtenden aufgenommen werden kann. Die Möglichkeit der Vermittlung ist der Zweck der Spur. Und diese Rolle blieb weiterhin bestehen. Die erzeugte Spur spielte ganz selbstverständlich diese Rolle des Zeigens, des Vermittelns, einer für den Empfänger bestimmten Botschaft.  

Jeder Betrachter eines Kunstwerkes bezieht es auf sich, genießt es oder lehnt es ab. Und weil allgemein geglaubt ist, die vom Kind erzeugte Spur sei ebenfalls ein mehr oder weniger gelungenes Kunstwerk, wird sie dementsprechend verkannt. Mit anderen Worten: Es wird behauptet, ein Kind sei noch nicht fähig, einen Menschen so naturgetreu wie Rafael oder Leonardo da Vinci zu gestalten, deshalb müssten beflissene und begabte Belehrer sich bemühen, seine Darstellungsweise zu verbessern. Auf diesem Irrtum beruht die Kunsterziehung und im Allgemeinen die Betrachtungsweise der kindlichen Äußerung.

Das als mangelhaft Aufgefasste ist nicht ein misslungenes Kunstwerk, denn sonst wäre ein Portrait von Picasso ebenfalls verwerflich neben der Mona Lisa. Das also ist keine brauchbare Erklärung.

Dass die Äußerung des Kindes nicht dem Bereiche der Kunst angehört, ist eine folgenschwere Tatsache. Und dies erscheint in ihrer überzeugenden Wirklichkeit, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass neben der vermittelnden Spur eine weitere, eine andersveranlagte Spur besteht.

Die andere Spur

Wer weiß von dieser unüblichen Äußerung? Ich muss als erstes schildern, wie ich ihr begegnet bin: nicht als Folge einer Überlegung, nicht plötzlich, als eine blitzartige Eingabe, sondern als Folge einer schrittweisen Annäherung. Ich war in einem Heim für Kriegswaisen angestellt und beauftragt, ihnen die Grundlagen des künstlerischen Könnens beizubringen. Das tat ich jedoch nicht. Das Erste, das mir in meiner begeisternden Begegnung mit diesen Kindern auffiel, war dass ich ihnen die Mittel beschaffen musste, damit sie das gewährte Spiel in seinem ganzen Ausmaß genießen können. Das bedeutete, dass der Spielraum eines jeden unbegrenzt neben dem anderen sich ausdehnte. Wie war es durchführbar? Nicht, wie anfangs, auf der Tischplatte. Ich befestigte die Blätter an den Wänden. Sie umgaben den gesamten kleinen Raum, manche Bilder wuchsen bis zur Decke. Ich wohnte dem Wachstum bei, war begeistert; Trat in eine unbetretene Welt ein. Und als ich alsdann in der Stadt den ersten Malort einrichtete, kamen 150 Kinder jede Woche: Und es geschah das gleiche Wunder, das mich unwiderstehlich zum Nachdenken veranlasste. Denn es war erstmalig, nirgendwo in dieser Fülle geschehen.

An anderen Orten zeichneten und malten auch Kinder. Aber was zwischen diesen Wänden zur Äußerung kam, war einmalig.

Ich dachte darüber nach: was ist es, was diese Eigenart bezweckt? Es war offensichtlich, dass die Geborgenheit des unüblichen Raumes die Eigenart der Äußerung prägte: Hier ist das Kind dem Alltag entnommen, einer unerprobten Notwendigkeit ergeben, die im geschützten Raum zur Üblichkeit geworden ist. Und es sind keine beigebrachten Fähigkeiten. Es ist das Beleben einer vernachlässigten Veranlagung.

Eine kaum berücksichtigte angeborene Fähigkeit wird zur Gewohnheit belebt. Anfangs bezog ich die Besonderheit der Verfassung im Malort bloß auf den Schutz gegen momentane Eindrücke. Die Wände sind zweifellos ein Schutz gegen jegliches Zudringen. Aber der Schutz führt viel weiter als an das gegenwärtige Zudringen. Es sei im Folgenden erläutert.

In der abendländischen Kultur spielt die Vernunft eine bevorzugte Rolle. Sie ist ein unbezweifeltes Ziel der Erziehung, was auf Kosten einer anderen menschlichen Veranlagung geschieht: die Spontaneität ist eine ebenso natürliche Gabe. Ihre Äußerung überschreitet gelegentlich das der Vernunft oder dem Verstand Entsprossene. Das führt – oder verführt – zur Fehlhandlung. Die Benennung allein zeigt, dass die Hingabe an eine der Vernunft entsprungene Neigung als verwerflich betrachtet wird.

Die Spontaneität spielt eine unersetzliche Rolle und äußert sich durch Ausdrucks-Spur.

Dass ich das erkannt habe, ist wohl das Wesentlichste meines gesamten Wirkens. Neben allen von mir erarbeiteten Konzepten und Wahrnehmungen sei die Bekanntmachung der Ausdrucks-Spur die verdiensthafteste.

Es ist mein dringendstes Verlangen, dies zu verbreiten. Dessen Folgen, so scheint mir, sind entscheidend für das Gedeihen einer erstrebenswerten Gesellschaft, und führen in die entfernteste Vergangenheit der Person, in die Begebenheiten ihres eigenen Anfangs. Zu diesem führt kein Nachdenken. Unser Gedächtnis ist zeitlich begrenzt. Versuchen Sie, es nachzuvollziehen: Ihre frühesten im Gedächtnis aufbewahrten Eintragungen stammen aus dem 2. oder 3. Lebensjahr. Das Vorangegangene, so Wesentliche: die vorgeburtlichen Monate, die Geburt, das folgende oft gefahrvolle Einleben in die sachliche Welt… davon erfahren wir bestenfalls von Nahestehenden, die es uns später lückenhaft erzählt haben. Es ist uns aber entfremdet.

Jedoch besitzen wir neben dem Gedächtnis eine Erinnerung, eine unersetzliche Möglichkeit diese Organische Erinnerung zu aktivieren und den verloren geglaubten Anfang wieder zu beleben.

Das ist es, was ich als Erfüllung bezeichne, was man einem jeden Menschen wünscht, und was – wenn es alle Menschen betrifft – die allgemeine Lebensweise, die kommende, erstrebte Gesellschaft sein wird.

Arno Stern, 1. November 2020

(c) IRSE ARNO STERN

Révélation de la Trace-Expression

Une source d’optimisme

Nous étions réfugiés à Valence et je suivais les cours du soir à l’Ecole d’Art et, à la bibliothèque, je découvrais ce que, à cette époque, on appelait l’art moderne. Inspiré par Monet, Cézanne, Van Gogh, j’avais l’ambition de devenir artiste. Je dessinais durant le temps de mon internement en Suisse, je peignais après mon retour dans la France libérée. Et c’est sur la base de cette réputation que j’ai été engagé comme professeur d’art dans un foyer pour orphelins de guerre, à côté d’un pianiste chargé de leur enseigner la musique. Je n’ai pas enseigné le dessin aux enfants. J’ai découvert ce que, plus tard, j’ai appelé la Formulation.

Qu’étaient mes ardus balbutiements artistiques à côté des indomptables jaillissements que j’avais provoqués chez chacun de ces enfants épargnés ! Je n’avais rien à leur imposer, seulement à créer les conditions propices à leurs explosives manifestations.

Et puis, ayant quitté l’orphelinat, j’ai installé l’Académie du Jeudi à Paris. Ma vocation était déterminée. Beaucoup d’enfants y ont joué à peindre : j’ai aménagé ce que j’ai appelé le Jeu de Peindre, servant 150 enfants chaque semaine, et j’ai découvert, observateur préservé de préjugés, que de leur jeu indemne des apports étrangers naissait une manifestation d’une nature sans précédant.

C’est sans malice que j’ai, un jour, répondu à un journaliste qui m’interrogeait : « je ne suis pas un chercheur, je suis un trouveur ! »

Pas à pas, j’ai pénétré ce que d’autres ont contourné, parce qu’ils venaient d’un domaine existant : de l’art, de la psychologie, des sciences sociales. Je n’avais rien à surmonter, seulement à constater ce qui s’offrait dans une abondance et une évidence convaincantes.

Je n’étais pas le premier explorateur de la trace enfantine. A ceux qui me demandaient ce que je pense des auteurs qui, entre 1886 et 1930, ont écrit sur ce qu’ils appelaient le dessin des enfants ou l’art enfantin, je devais avouer n’avoir pas lu leurs publications. Lorsque, plus tard, j’ai comblé cette lacune, il s’est confirmé que nous ne parlions pas de la même chose et que je devais expliquer que l’art enfantin est une notion artificielle, née de raisonnements inappropriés et qui sont la cause d’une opinion fautive et universellement préjudiciable. J’invite à un grand nettoyage ; et vous constaterez que son résultat est enrichissant.

Depuis des temps lointains, les hommes ont eu soin de laisser une trace. A l’abri des dégradations du temps, nous possédons ce qui a été tracé sur des parois souterraines : représentations humaines, images d’animaux familiers ou redoutables, objets utiles à la vie quotidienne. Elles sont, pour certains explorateurs, qualifiées d’enfance de l’art. Le rôle de la trace, né de l’intention de perpétuer, traverse l’histoire de l’humanité. Toute trace a joué ce rôle, ce qui est manifeste dans son perfectionnement à travers l’histoire.

La possibilité de tracer s’est perfectionnée au fil du temps, jusqu’à devenir un moyen de perpétuer et de glorifier, c’est-à-dire d’immortaliser. Restituer l’aspect réel de ce qui a été observé était l’idéal de l’artiste, son rôle. Avoir un bon coup de crayon était considéré comme un savoir-faire suprême.

Les plus grands maîtres (Giotto, Vinci, Michel-Ange, Ingres…) jouissaient de réputations incontestées.

Les moyens de représenter fidèlement le visible ont évolué et la représentation photographique, puis cinématographique, ont libéré la restitution artistique de ce rôle au profit de vertus inexplorées. L’art s’est éloigné de sa fonction primitive au profit de rôles inexploités : cubisme, expressionnisme, dadaïsmes… se sont succédés dans un mouvement accéléré.

Le recul du temps permet de distinguer Ingres de Puvis de Chavannes, le génie inspiré de l’habile imagier académique. Un rôle nouveau s’est greffé sur cette fonction initiale. L’artiste, de plus en plus marginalisé, se cherchait une originalité. Sa qualité dominante était l’innovation.

Aujourd’hui, qu’est-ce qui le rend digne de considération ? C’est, de plus en plus, ce qui surprend le spectateur : l’inattendu, l’extravagant. Incontestablement, l’art qui se répand aujourd’hui est une moquerie. Vider une poubelle ou un seau de lessive, ce n’est pas un acte estimable, comparable à l’engagement de Van Gogh ou de Picasso.

Ce n’est pas une question d’attitude ou de sensibilité. Peut-on taxer d’inculte la femme de ménage qui s’apprête à vider une bassine d’eau souillée, ou l’employé de service du musée qui déballe un paquet et lui faire admettre que cet emballage c’est l’œuvre destinée à être exposée ? S’agit-il de culture, d’inculture ?

La glorification des déchets est un signe de dégénérescence culturelle, l’innovation n’est pas une qualité extrême. Allez-vous me taxer de rétrograde ? Je me trouve en amont de ces considérations. J’ai commencé mon propos par la trace de l’homme préhistorique. Je dois pousser plus loin mes considérations, jusqu’à l’origine même de l’acte traceur. Ce que j’ai à en dire est très surprenant.

Générer une trace est un acte d’affirmation. Qui, d’abord, résulte d’une gesticulation et, ensuite, suit les capacités motrices du petit enfant selon une évolution programmée. Cette évolution est comparable au processus évolutif naturel d’une plante, que seuls certains botanistes s’évertuent à modifier par des hybridations, dans le but de créer des espèces nouvelles.

Le traitement de l’enfant est aussi lourd de conséquences. Un traitement malheureux, dû à une ignorance ou une méprise, dénature une fonction et prive l’être humain d’une ressource vitale. Je me fais un devoir de faire connaître ce qui devrait être un enrichissement de la personne et, en conséquence, une nouvelle attitude, un autre mode de pensée.

Ainsi, si l’on tient compte du fait que la trace ne joue pas le seul rôle qu’on lui connaît (et qui a eu son utilité à travers l’histoire humaine) mais, parallèlement, un autre rôle, cela a un effet incontestable.

Notre culture privilégie la raison. Elle est, certes, une qualité humaine estimable, mais elle est survalorisée au détriment d’une autre qualité humaine, vitale mais regrettablement orpheline, elle chuchote, elle rampe et tente péniblement de se manifester et de jouer un rôle dans l’existence de la personne. Il s’agit de la spontanéité. Elle se manifeste dans des actes manqués, dont la personne, si elle en prend conscience, s’excuse comme d’une insanité. La spontanéité est parfois tolérée envers l’artiste et on l’appelle l’inspiration, cette source secrète dont peut naître l’œuvre.

Il faut régénérer la Spontanéité, lui accorder le temps et l’espace nécessaires à son total épanouissement, à côté de la Raison, sans nullement l’entraver, mais en s’accouplant à elle.

La spontanéité suscite un acte approprié dans le Closlieu aménagé pour sa manifestation. Elle n’y est pas occasionnelle, mais une évidence établie pour tous les autochtones du Closlieu.

L’acte spontané qui se produit et s’amplifie dans le Closlieu exprime ce qui est enregistré dans la Mémoire Organique : l’inaccessible vécu originel. Sa régénération constitue les retrouvailles avec son origine dérobée. Un tel épanouissement n’est pas sans effet. Si vous avez lu ce que j’ai évoqué dans un article et, à plus forte raison, si vous avez suivi une formation avec moi, vous savez que, à côté de la Trace-Communication, existe également la Trace-Expression, celle qui est ignorée et donc pratiquée par un petit nombre de personnes. Vous savez que le Jeu de Peindre fait reconquérir la partie manquante de tout humain – cause d’une endémique frustration – et que, dans le Closlieu, une humanité nouvelle est en train de naître, qui va prendre la relève de la regrettable société de compétition à l’agonie de laquelle nous assistons.

Le Servant du Jeu de Peindre contribue à l’avènement de cette société espérée.

Arno Stern, 26 octobre 2020

(c) IRSE Arno Stern

EIGENART UND EIGENSCHAFT DER FORMULATION

In der einschränkenden Covid19-Zeit empfange ich keine Besucher im Malort. Üblicherweise geschieht es eigentlich allwöchentlich; und ich beantworte viele Fragen, die dem anfänglichen Beeindrucktsein folgen.

Es ist staunenerzeugend, zwischen diesen umhüllenden Wänden zu stehen; und die Besucher schweigen – bis jemand die Frage äußert: „Waren mehrere Malende am Verzieren der Wände beteiligt?“ Ich lächle und erkläre, dass es keine Bemalung ist, sondern dass es Spuren sind von den über den Rand getriebenen Pinselstrichen, und dass sie im Laufe der Monate aneinander und übereinander entstanden sind. Anfangs waren es glatte Packpapier-Streifen. Ihre Wirkung auf den im Inneren des Raumes Stehenden ist unausbleiblich und trägt zu der Eigenart des Malortes bei. Da ist es verständlich, dass diese unerprobte Stimmung zu einem unerprobten Erleben anregt „Wie viele Beteiligte spielen hier?“ fragt jemand und ist erstaunt, dass sie so zahlreich in diesem Raum sind. Dass er sich gewissermaßen ausdehnt ist nicht erstaunlich, denn seine Grenzen sind von einander entfernter als es in dem farbigen Wimmeln scheint; und jedes aufgehängte weiße Blatt ist wie ein Fenster, das sich mit dem aus der Person Ausdringenden anfüllt. Alles dem Malort Angehörende ist erstaunlich, unerprobt, unvermutet. Hier kommt etwas vor, das die malende Person nirgendwo erprobt hat. Und doch ist es nichts Fremdes, nichts Überraschendes. Um auf den Grund der Begebenheit zu kommen muss ich manch Unerwartetes erläutern.

Ich stelle dann meistenfalls die Frage: „Haben Sie darüber nachgedacht, welche die ältesten in Ihrem Gedächtnis eingetragenen Begebenheiten sind?“ Die Antworten sind allgemein: „Etwa als ich 4-Jahre alt war!“ Eine andere Person bemüht sich, das zu ermitteln, an das sie nie zuvor dachte, und sagt „Vielleicht war ich ein Bisschen jünger, etwa 3½ !“. Ich frage dann: „Und das Vorangegangene?“ Und wir stellen fest, dass davon keine Spur gespeichert worden ist. Ich bestätige, dass eine unüberschreitbare Grenze besteht, und dass diese das zweite Lebensjahr bezeichnet. Und ich mache darauf aufmerksam, dass uns eigentlich unser Anfang entschwunden ist. Wir scheinen Menschen ohne bekannten Lebensanfang zu sein. Ist diese Tatsache bedauerlich? Ich würde sagen, dass dieser verhülle Lebensanfang einem Daseinsbewusstsein entspricht. Und ich komme somit zu dem was ich als Trostspender zu verkünden habe: Wir besitzen, ohne es erfahren zu haben, neben dem der Besinnung offenen Gedächtnisses eine im Allgemeinen unbekannte Erinnerung. Ich unterscheide zwischen dem Gedächtnis (das ein Nachdenken ermöglicht), und einer Erinnerung, die uns in das verborgene Innere unseres Wesens leitet – die von mir genannte Organische Erinnerung. Darin ist gespeichert, was unserem Erforschen entzogen ist, und dessen Ursprung mit unserer Ursprünglichkeit zusammenhängt. Nicht nur diese erstrebte Speicherung allein besitzen wir, sondern auch deren eigenes Äußerungsmittel. Und dieses kann angeregt werden und das Unerprobte beleben. Meine Zuhörer sind erstaunt: „Warum weiß man davon nichts?“ Ich weiß auch unter welchen außergewöhnlichen Bedingungen diese unerprobte Äußerung geschehen kann. Und wenn sie geweckt ist, bedeutet das ein unvergleichliches Erfülltsein. Es ist wie die Rückkehr in das Paradies, aus dem geschrieben ist, dass der Mensch als Strafe verdrängt worden sei.

Jeder – das kleines Kind, oder die großgewordene Person – besitzt verborgen, oder gar verschüttet in der Tiefe seines Wesens die Veranlagung zu dieser Äußerung. Sie kann nur in ihrer Eigenart und Unbelastetheit geschehen, wenn in der Person der Ausgleich zwischen dem Vernünftigsein und der Spontaneität hergestellt ist. Das ist die Eigenschaft das Malspiels und das dabei Belebte heißt die Formulation.

Damit viele Menschen dieses Erfülltsein erleben können, müssen viele Menschen zu der dienenden Rolle ausgebildet werden, die den Malort vermehren. Das trägt zur Veränderung der Gesellschaft bei. Und es ist auch meine Aufgabe, viele Menschen auf dem Weg zu diesen Kenntnissen zu begleiten.

Arno Stern, 30. September 2020

© Institut Arno Stern

Contre-pied à tout préjugé raciste

Mon Académie du Jeudi se trouvait, en 1950, dans l’attrayant quartier de Saint-Germain-des-Prés, et 150 enfants y venaient chaque semaine. C’était un déferlement quotidien d’images, un torrent d’enthousiasme chez ceux qui les laissaient émaner d’eux. J’en étais l’initiateur et le témoin disponible, sans idées préconçues, ouvert à l’incessante découverte.

Tous les enfants ont représenté les mêmes choses. J’en fis l’inventaire, c’était le premier palier d’une incessante révélation. J’en cherchais la raison, et je commençai par penser : tous ces enfants, qu’ils viennent d’Allemagne, d’Italie, de Suisse, ou de Grèce… ont grandi dans des villes où ils sont entourés des mêmes choses. Était-ce donc ce qu’ils ont en commun qui définissait ce répertoire que j’avais décelé ?

Mais j’en vins à penser : Tous les enfants ne sont pas des citadins, tous ne sont pas entourés des mêmes choses. Je pensais aux nomades dans le désert, aux habitants de la forêt-vierge. Est-ce qu’ils représenteraient les mêmes objets ? Personne ne pouvait me répondre. Car personne ne s’était posé cette question.

Mon étude de la Trace s’est poursuivie. J’en découvrais toutes les composantes et tous les mécanismes. Il m’a, ensuite, fallu découvrir une des caractéristiques fondamentales de cette manifestation dont j’étais le témoin : son caractère multiple : l’existence, sous la couche des Objets-Images, de celle des Tracés. Les inventorier, déterminer leur rôle, ce n’est pas les interpréter ; mais cela révèle leur originalité.

Les composantes de la Formulation sont intarissables. Leurs tracés – qu’ils soient à découvert comme chez le petit enfant et aussi chez la grande personne, ou enrobés d’Objets-Images, comme chez le plus grand enfant, s’imposent dès que la personne a régénéré sa Spontanéité. La Spontanéité était préservée chez les enfants que j’ai, plus tard, rencontrés dans les contrées lointaines où je me suis rendu, fort d’un savoir qui a déterminé mon attitude.

Je suis allé, de par le monde, dans des déserts, dans la forêt vierge, dans des contrées d’altitude, chez les dernières populations préservées de scolarisation, ayant conservé leurs traditions, une culture héréditaire déterminant leur mode de vie traditionnel.

Je n’avais rien à expliquer. J’ai installé la Table-Palette, j’ai déposé, à côté, une pile de feuilles de papier que j’avais apportées dans ma valise. Personne n’était étonné ; personne n’a hésité. Ils ont pris un pinceau et ils ont tracé. Et ce geste était parfait, même s’ils étaient accroupis pour l’accomplir. Dans la Forêt-vierge au Pérou, j’ai eu la possibilité de fixer les feuilles sur les parois en bambou de mon habitat. Au Niger, les feuilles étaient fixées sur un mur en terre, dans lequel il était facile d’enfoncer mes épingles de sureté. Sur les photographies qui ont retenu cette aventure, avec la Table-Palette au premier plan et les enfants affairés devant leurs feuilles, on dirait une scène dans le Closlieu.

Infatigables, ils ont peint chaque jour et, à d’autres moments, j’ai distribué de petites feuilles et ils ont dessiné avec des stylos à bille, assis dans mon habitat ; et les piles de leurs dessins croissaient devant chacun, et je les collectais dans les pochettes sur lesquelles figuraient leurs noms et la date.

J’étais aussi triste qu’eux quand, après une semaine, on venait me chercher. Le jeu n’aurait pas dû s’arrêter et, au Niger, j’ai pu, après une semaine passée dans un hameau peul, retourner dans ce village et accorder encore quelques jours d’aventure avant de quitter le pays.

J’ai fait de semblables séjours dans des contrées variées. J’aurais désiré qu’elles fussent prolongées et non limitées à une aventure passagère. Mais telles qu’elles ont eu lieu, elles apportent la preuve de l’universalité de la Formulation, au-delà de toutes les différences culturelles.

Ainsi est démontré quelque chose de fondamental : cette trace, qui émane de la profondeur de l’être, exprime le fondement humain : l’aventure de sa formation et son développement, avant son adaptation aux conditions de l’environnement qui façonnent sa culture, est absolument la même, chez tous les humains, quelles que soient leur origine, les conditions de vie dans leur environnement. Cette impressionnante universalité efface toutes les prises de positions habituelles, lesquelles sont basées sur une échelle d’acculturation dont nous serions le sommet et de laquelle résulte soit un définitif mépris soit une généreuse prise en considération.

Sans avoir pressenti ces conséquences sociales, voire politiques, la Sémiologie de l’Expression permet de démontrer de façon spectaculaire l’universalité de la Formulation.

A mon retour de Nouvelle Guinée, ma femme et moi sommes allés rencontrer Albert Jacquard, directeur de l’Institut National d’Etudes Démographiques. Je lui ai montré des documents provenant de mes voyages, et il s’est exclamé : « Vous apportez la seule preuve tangible que la notion de races humaines n’existe pas ! »

Arno Stern, 17 juillet 2020

die andersveranlagte Äußerung

Überlassen Sie einem kleinem Kind einen Gegenstand, es wird ihn bewegen und es macht ihm Spaß, wahrzunehmen, dass er seinen Bewegungen folgt.

Wenn es ein Stift ist, dann hinterlässt er eine Spur auf einer Fläche. Diese Spur nimmt das Kind wahr.

Das Entstehenlassen einer Spur ist eine beglückende Tat. Sie bezeugt von der Gegenwart des Kindes.

Die Spur besitzt die Eigenart unvergänglich zu sein. Die Menschen der Steinzeit sind in ihren Spuren noch gegenwärtig, seien es Händeabdrücke oder dargestellte Lebewesen, oder diesen angehörende Gegenstände.

Eine Spur kann aufgenommen werden. Sie kann eine Wirkung bezwecken genau wie die Gegenwärtigkeit einer Person. Und diese Gegenwart löst eine Wirkung auf den Betrachter aus. So hat sich die Tat des Zeigens entwickelt. Zeigen entwächst dem Bestreben, gesehen werden zu wollen.

Diese verbindende Rolle der Spur beschränkte sich nicht auf das bildliche Darstellen. Auf eine andere Weise konnte ebenfalls Vermittlung stattfinden, z.B. durch das Beschreiben mit dem Wort. Auf beide Weisen war eine Vergegenwärtigung möglich. Die bildende Kunst erscheint als die naturgetreueste Darstellungsweise.

Uns interessiert die Tatsache, dass die Spur diese Rolle in allen Kulturen gespielt hat und sogar ein Verbot hervorrief: Du sollst dir kein Bild machen von dem was oben im Himmel und unten auf Erden ist…!

Das zeigt die übliche Rolle der Spur: „Sich ein Bild machen“.

In allen Kulturen sind Bilder erzeugt worden – Bilder, die etwas zeigen, etwas vermitteln. Eine andere Rolle der Spur blieb unerprobt. Das Bild spielte immer und überall eine kommunikative Rolle. Ich weiß, dass es eine überraschende Feststellung ist.

Ich habe einen Raum eingerichtet, in dem eine andersgeartete Spur erfolgt. Ich bin gar nicht von einer gezielten Absicht ausgegangen, sondern habe wahrgenommen, dass in der aus einer rein-praktischen Erwägung entstandenen Einrichtung eine unerprobte Äußerung stattfindet. Wenn die Absicht einer Mitteilung wegfällt, geschieht eine andersveranlagte Äußerung: eine Spur, der alleiniger Zweck im Erzeugen besteht, für die es also kein Nachher gibt (keinerlei erwünschte und hervorgerufene Folgen).

In des Malortes eigenartigen Spiel-Bedingungen ist der Mensch zu einer nie zuvor ermöglichten Äußerung angeregt, zu einem nur ihm allein angehörenden Erleben.

Arno Stern, 7. Juli 2020

(c) Institut Arno Stern

LA FORMULATION – UN CODE ORIGINAL, STRUCTURÉ ET UNIVERSEL

Eléonore, qui a l’habitude de transcrire sur son clavier mes manuscrits, m’a rappelé que je dois vous parler de mes séjours dans les contrées lointaines, où j’ai rencontré des populations encore préservées d’influences paralysantes, ces voyages, souvent aventureux, que j’ai entrepris entre 1967 et 1974 dans le cadre de mon exploration de la Formulation. J’avais raconté ces expéditions dans un livre « Le monde des autres », épuisé depuis bien longtemps, mais j’ai le projet d’en faire un jour, l’objet d’une nouvelle publication.

J’ai raconté que, au temps de mes premières réflexions, j’avais constaté que tous ces très nombreux enfants qui, chaque semaine, jouaient dans le Closlieu, représentaient les mêmes choses. J’en avais fait un inventaire, tout en constatant que le jeu avec les images était précédé d’une période que, tout d’abord, j’avais appelée « préfigurative ». Mais j’ai, ensuite, éjecté cette désignation, ayant acquis une compréhension plus raffinée de la Formulation ; et j’ai créé l’appellation : « Figures Primaires » pour désigner les premières manifestations, celles qui, dans le déroulement naturel de la Formulation, précèdent les Objets-Images. Et, ainsi que je l’ai mentionné précédemment, tous ces phénomènes étaient généralisables.

J’avais bien remarqué que les tableaux nés dans le Closlieu étaient différents de ceux réalisés ailleurs : à la maison, à l’école (maternelle), dans une consultation… parce que les conditions de jeu n’étaient pas les mêmes, les moyens (pinceaux impropres, couleurs inadaptées, position de travail imparfaites ) mais, surtout, l’attitude de l’adulte qui les provoquait était paralysante (sujet induit, ou imposé) et, surtout, l’usage fait de la réalisation : les commentaires suscités par l’interrogation de l’adulte sur place ou, par la suite, à la maison, ou devant les tableaux exposés. Je savais que j’avais créé les conditions qui régénéraient la spontanéité et abritaient la personne de toute influence, ou impression paralysante.

Je savais en quoi les traces nées dans le Closlieu étaient différentes. Et je constatais, en même temps, que quelque chose leur était commun. Je constatai que les enfants se créent, dans l’espace de leur feuille, un monde fait de leurs désirs, de leurs expériences, de l’indicible auquel invite le jeu avec la trace naturelle.

Voilà pour le constat d’une première caractéristique, ou généralité. Mais il m’en vint une autre : les mises en scènes de ces enfants étaient faites avec les mêmes objets. C’est alors, donc, que je les ai inventoriées : Maison, Personnage, Arbres… Et j’ai cherché la cause de cette généralité. Peut-être était-elle due au fait que tous ces enfants, que je faisais peindre, même des enfants d’origines variées (italiens, allemands, suisses, scandinaves…) étaient élevés dans des villes, entourés des mêmes objets, ayant des usages semblables. Etait-ce cela la cause de ce répertoire commun ? Mais tous les enfants ne sont pas des citadins. Les nomades, nés dans une tente, dans le désert, les habitants de la haute montagne, ceux élevés dans la Forêt vierge… sont entourés d’autres choses, ont un autre mode de vie. Est-ce qu’ils représenteraient les mêmes objets ? ou d’autres, appartenant à leur environnement ? ou bien des objets semblables, mais déterminés par leur milieu ? Personne ne pouvait répondre à ces questions.

J’ai donc décidé d’aller dans ces contrées. N’étant pas ethnologue, je devais tout inventer. Ma première intention était de rencontrer des nomades.

Mais cette exploration avait eu un prélude : Invité au Québec, où j’ai donné un cours d’initiation au Jeu de Peindre, j’ai pu me rendre ensuite dans une réserve indienne. Les enfants, bien que scolarisés, étaient capables d’oublier le dessin imposé en classe et, très vite, retrouvaient une spontanéité au service d’un jeu riche, comparable à celui qui de déroulait dans le Closlieu. Je passai presqu’un mois avec eux et, l’année suivante, on me fit retourner chez les mêmes enfants, le chef de la réserve ayant désiré que je revienne, ce qui me fit plaisir.

Pour aller dans le désert, il fallait une certaine préparation. Je pris contact avec l’Ambassade d’Algérie, mais l’attaché culturel, avec beaucoup de vaine fierté, me fit savoir que tous les enfants de son pays étaient scolarisés. Il me conseilla d’aller en Mauritanie où, disait-il, je trouverais des enfants non instruits « au pied de l’avion ». Je me rendis à Noacchott. J’y fus accueilli par les autorités diplomatiques françaises et envoyé dans un campement de nomades dans l’Adrar, où j’ai passé une semaine, dans la tente que le chef du campement avait fait dresser pour moi, avec la promesse, faite à mon accompagnateur, un autochtone bilingue employé à l’ambassade, que les enfants viendraient chaque jour. C’est ce qui se passa. Et, après les enfants, des adultes ne résistèrent pas à l’envie de venir jouer dans ma tente. Même le chef vint s’y asseoir, et  prit une feuille, mais il demanda à un enfant de lui tremper et apporter tel pinceau, puis tel autre. A la cour de Versailles, c’est ainsi que le roi se serait fait servir pour son Jeu de Peindre.

Après une semaine, la voiture de l’ambassade vint me chercher, et elle me déposa dans un autre campement, où d’autres nomades s’adonnèrent au Jeu de Peindre avec la même spontanéité.

Les enfants ont dessiné au stylo, leur feuille étant posée sur le sol. Il est vrai que j’avais omis de me munir de sous-mains, mais plusieurs petites feuilles formaient une liasse assez ferme. Les grandes feuilles étaient posées au sol et les enfants allaient à la Table-Palette tremper les pinceaux. Ils avaient immédiatement compris la technique. Et cela se confirma par la suite, dans toutes les contrées.

Est-ce que ces enfants, élevés dans le désert, ont représenté des maisons, des maisons typées ? – Non, mais leur personnage était fait de la même manière : déterminé par un Tracé semblable. Le Tracé – dont l’origine est la figure primaire – est le même, quel que soit son habillage figuratif.

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*

J’avais préparé mon voyage au Pérou par des contacts dans le pays. Un jeune français, qui y dirigeait une Alliance française, m’avait été d’un grand secours. Grâce à sa relation avec l’Université d’Ayacucho, je pus me rendre dans un village andin à 4000 mètres d’altitude et, ensuite, dans la Forêt vierge amazonienne où ne conduit aucun chemin et où me déposa une barque.

J’étais mieux équipé que pour mon voyage en Mauritanie. Mais les conditions de survie étaient dures, surtout dans l’humide climat andin. Malgré les promesses de leur chef, les enfants ne venaient dans ma grotte que très irrégulièrement. Les tableaux, posés sur un sol humide, avaient du mal à sécher ; mais miraculeusement, le soleil perça l’épaisse couche de nuages et je pus emballer toutes les feuilles dans ma valise métallique. Parmi les tableaux nés pendant les heures de répit météorologique, se trouvent les séries de deux enfants qui, à elles seules, valaient mon séjour.

J’avais rejoint la vallée et repartis aussitôt pour la forêt vierge. Là se déroula le miracle d’une profusion inimaginable : la Formulation dans sa pureté chez des enfants venant dans ma hutte tôt le matin, dessinant au stylo, des heures durant, peignant sur des feuilles fixées avec mes épingles sur les parois en bambou de ma hutte formant un vrai Closlieu avec la Table-Palette en son centre. A la mi-journée, tandis que je faisais cuire mon riz sur mon mini-réchaud à butane, qu’à l’époque j’avais le droit de transporter dans ma valise,  les enfants, ayant avalé leur repas, revenaient pour jouer encore jusqu’à l’obscurité. C’était un déferlement de la Formulation. Rien n’encombrait, rien ne freinait ces enfants, grands et petits. Comme j’aurais voulu rester là deux semaines, un mois, une demie-année !… J’avais le projet de faire suivre mon voyage par une personne qui se serait installée à ma suite plusieurs mois durant. Faute d’un financement indispensable, de moyens sans commune mesure avec ceux qui convenaient à mes brefs séjours, une telle suite n’a pu se faire. Et cela est bien regrettable pour nos précieuses connaissances scientifiques.

J’ai quitté la Forêt vierge avec ma valise contenant des trésors. Ces traces de la Formulation ont été scannées. Elles font partie de mes archives, qui démontrent l’universalité de la Formulation, parmi toutes celles provenant de mes séjours en Ethiopie, en Afghanistan, au Niger, au Mexique, du Guatemala, en Nouvelle Guinée.

Chacun de mes voyages avait apporté des preuves supplémentaires. Faut-il regretter ceux qui n’ont pu se faire : un voyage au Botswana, un séjour chez des esquimaux ? Ils étaient déjà scolarisés à l’époque où je serais allé auprès d’eux. Mais l’essentiel a été la possibilité de démontrer l’universalité de la Formulation…

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Et si la recherche doit aller plus loin, elle doit maintenant établir des liens avec d’autres domaines scientifiques. C’est ce que nous envisageons. Ce sera l’objet des travaux futurs de l’I.R.S.E, auxquels notre désir est d’associer ceux qui envisagent une autre société : la relève de la société de compétition, à l’agonie de laquelle nous assistons. Le Closlieu, avec ses mœurs, la préfigure, et le rôle du Servant du Jeu de Peindre initie à une nouvelle conception de l’existence.

Arno Stern, 28 avril 2020

(c) Institut Arno Stern

LES LIMITES DE L’ESPACE

Encouragé par l’accueil de mon premier post sur Facebook, j’ai fait suivre un texte plus détaillé, sous le titre « La régénération de la spontanéité » pour souligner le fondement scientifique de mes affirmations. J’ai mentionné que j’ai souvent l’occasion d’accueillir des visiteurs dans le Closlieu et que, au cours de nos conversations, il m’arrive de leur poser des questions, ou plutôt de les inciter à s’en poser. Ainsi : lorsque la conversation porte sur « l’Espace – l’Espace dans la Formulation », qui est un vaste domaine spécifique : la notion d’espace, l’apparition de cette notion, ses limites, et leur évolution, l’Espace de Lumière et l’Espace d’Eau, et encore d’autres chapitres consacrés à l’Espace de la Formulation, j’en viens à poser la question : « Dans quel ordre apparaissent les limites ? Mes interlocuteurs ont, en général, remarqué les bandes de ciel et de terre, mais n’ont pas été attentifs à l’ordre de leur apparition. D’ailleurs, pourquoi cela les aurait-il intrigué ? En général, on trouve ces détails incorrects, comme déjà les auteurs-vétérans, dès le XIX° siècle, ont proclamé que l’enfant sous-développé, non corrigé par ceux qui détiennent le savoir, ne sait pas encore reproduire l’espace tel qu’il apparaît au regard formé de l’adulte instruit. Leur raisonnement reflète l’erreur que la trace de l’enfant, au lieu d’appartenir à la Formulation, est de l’art inaccompli. On ne peut pas leur en vouloir, qui aurait pu leur parler d’une trace spontanée ?

Donc, revenons aux limites de l’Espace dans la Formulation : il convient de connaître un préalable d’ordre général : la Formulation se compose de trois stades successifs : 1° la période des Figures Primaires, 2° de celle des Objets-Images et, enfin, 3° de celle des Figures Essentielles. Les Figures Primaires ne sont pas nées de l’intention de représenter des choses. Il est indispensable de le savoir ; de savoir aussi que cela n’est pas dû à une indigence, mais que les figures qui composent ce vaste répertoire sont organiquement fondées, c’est-à-dire : nées d’une nécessité organique incontestable. Elles se multiplient dans une abondance correspondant à leur nécessité organique.

Les figures – les mêmes chez chaque personne, et cependant, portant l’empreinte décelable de chaque individu – se multiplient et évoluent hors d’intentions figuratives, et étrangères à toute réflexion. Elles se multiplient dans un espace infini, c’est-à-dire non défini, non-limité, la notion d’espace n’étant pas encore d’actualité. Ce qui caractérise les Figures Primaires, c’est leur variété et leur profusion. Si l’on me demande d’où elles viennent, je dis volontiers : de la corne d’abondance que possède chaque petit enfant.

A un moment – et celui-ci n’est pas induit par un apport extérieur, apparaît un plus ou moins nettement décelable trait, dans la partie supérieure de l’espace de la feuille, un trait qui est plutôt une assez vague trace (parfois une imprécise ondulation). Et puis, la trace de cet attouchement est absente dans les espaces suivants. Mais elle reparaît plus tard, et elle finit par être plus précise ; sa présence se renforce. Et, à un moment, elle devient un trait bien présent, bien net, souvent situé dans la proximité du bord de la feuille.

Ce trait a l’air de tâtonner, de trépigner, et puis il finit par se poser, par avoir trouvé sa place et de jouer son rôle avec détermination. Plus tard va se produire une procédure assurée dont on peut suivre, pas à pas, le cheminement et dont l’apothéose est un large bandeau occupant une partie importante de l’espace. Pour que se produise incontestablement ce processus, il faut que l’enfant dispose de moyens techniques appropriés. Au début de ce processus évolutif un simple outil traceur convenait ; pour la réalisation d’une surface bien garnie, la peinture est plus adaptée ; notamment pour ce qui va se poursuivre et qui ne devrait pas être entravé pour des raisons techniquement restrictives.

A un moment du déroulement que je viens de présenter, une limitation inférieure apparaît à son tour. Elle est plus tardive (le moment de son intervention n’est pas absolument prévisible) Et, de toute manière, cette limite inférieure joue un rôle mineur par rapport à sa collègue, dont il a été question. Il y aurait beaucoup à mentionner à propos de ces événements ; il y aurait à mentionner le Pullulement et à indiquer aussi l’origine de ce dernier.

Ce qui m’importe en premier lieu, c’est d’expliquer l’origine organique des limites d’espace. L’enfant n’inscrit pas ce trait, ce bandeau, parce qu’il a levé la tête et qu’il a découvert au-dessus de lui le ciel, comme une limite. L’origine de la limite d’espace est bien plus ancienne ; elle se situe dans ses sensations fœtales. Le petit embryon humain commence à vivre dans un abri confortable qui le préserve de toute atteinte.

Il se développe, expérimente ses aptitudes, grandit à l’aise dans un espace approprié, dans un état d’excentricité limitée et hors de toute temporalité. Il grandit, développe des capacités ludiques, sa vie est un quotidien insouciant, sa croissance est prévisible jusqu’à un moment dramatique : il perçoit alors l’espace, développe la notion de limites spatiales, et elles deviennent préoccupantes, oppressantes, dramatiques, inconfortables, insupportables, menaçantes… et la seule issue est la douloureuse fuite de son jadis quiet abri. Il perçoit l’oppression par son crane, par ce qui, plus tard, sera le haut. Les jambes étaient comme ses bras, des membres issus de son centre, mais elles n’avaient pas encore leur future fonction de support, de la tenue sur le sol, le sol sous les pieds, sensation-expérience, notion, qui se développera, certes, mais bien plus tard.

Tout cela a laissé des traces inscrites successivement dans la Mémoire Organique. Et elles sont actualisées dans la Formulation comme des séquences précieuses ravivées.

La position debout sur le sol développe de nouvelles aptitudes. Elle s’acquiert et se développe plus tardivement dans la vie ; et ce développement, avec les sensations qu’il déclenche, se reflète dans les manifestations plus tardives conservées parmi les sensations contenues dans la Mémoire Organique et s’expriment à leur tour, dans la réalisation de la limite spatiale inférieure.

Voilà ce qui explique le rôle et l’ordre d’arrivée des limites d’espace de la Formulation et qui souligne l’importance de leur manifestation infaillible, hors de toute intention et de tout caractère volontaire : une nécessité bienfaisante parce que naturelle et qu’il serait regrettable de sacrifier à des actes artificiels sans profit pour la personne.

Il me reste à ajouter que, si j’ai décrit en détails cette aventure des limites spatiales de la Formulation, elles ne sont qu’un morceau choisi parmi les autres parties de ce chapitre et que le Praticien-Servant, qui rend possible la Formulation, connaissant l’ensemble de ses phénomènes et les prévoyant, n’est pas étonné d’assister à leur éclosion, ni impatient de les voir se produire. Mais il est peiné – comme je le suis – de devoir rétablir la capacité de spontanéité chez tant d’enfants chez lesquels elle a été endommagée au profit d’habitudes vaniteuses. Et, comme moi, chaque personne initiée à la Formulation a l’ardent désir d’en répandre la connaissance dont, immanquablement naît une autre attitude envers l’enfant.

Arno Stern

(c) Institut Arno Stern, 18 avril 2020

 

[Erster Blogeintrag]… das Wort « Ausdrucksmalen » hat mit mir nichts zu tun!

Die Benennung « Ausdrucksmalen » stammt nicht von mir. Sie entstand in der Schweiz von Menschen, die zwar von mir ausgebildet worden sind, deren Handlungsweise sich später von dem von mir Eingeführten – das « Malspiel » heisst – entfernt haben.

Ich habe von niemanden weder die Handlungsweise noch die Benennungen übernommen. Der Malort, der für das Malspiel von mir eingerichtet wurde (und der die zuvor nirgendwo geschehene Äußerung ermöglicht, die ich « die Formulation » nenne) ist in Paris etwa 1950 entstanden. Er hieß anfangs « Académie du Jeudi » (Donnerstag-Akademie) wegen des damaligen freien Schultag.